Vorhofflimmern

ist die häufigste Rhythmusstörung, die behandelt werden muss.

Sie hat in  zweierlei Hinsicht Bedeutung:
1. in aller Regel sinkt  die Herzleistung beim Auftreten von Vorhofflimmern um ca. 20 % ab.
Dies führt  bei vielen Betroffenen zu einer Leistungsschwäche oder einer Beeinträchtigung der Befindlichkeit durch den in der Regel unregelmäßigen Herzschlag.

2. bei länger anhaltenden Vorhofflimmern (hier gibt es keine festen zeitlichen Grenzen) steigt das Risiko für einen Schlaganfall in Abhängigkeit von folgenden  Faktoren an:

Alter
Geschlecht
Herzschwäche
Bluthochdruck
Zuckerkrankheit
bereits stattgefundener Schlaganfall oder Thrombose
bereits bestehende Gefäßerkrankung (zum Beispiel Herzinfarkt)

Diese Faktoren werden von Ärzten in einem sogenannten CHA2DS2Vasc-Score erfasst und führen dann in aller Regel  zu der Empfehlung, zumindestens vorübergehend eine vollständige Blutverdünnung mittels Tabletteneinnahme (orale Antikoagulation) durchzuführen.